Paradontitis

Entzündung des Zahnhalteapparates


80% aller Erwachsenen in Deutschland leiden laut der einer Studie der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie an einer Parodontitis, davon ca. 20% an einer schweren Form. Parodontitis ist eine Entzündung des Zahnhalteapparates, sowie des Zahnumgebenden Gewebes, die durch Bakterien hervorgerufen wird und in der Regel schmerzfrei verläuft. Aus diesem Grund wird sie erst spät bemerkt. Erste Warnzeichen können erhöhte Blutungen beim Zähneputzen, Zahnlockerung /-wanderung, Zahnfleischrückgang, Schwellung oder Mundgeruch sein. Unbemerkt baut sich der Kiefernochen ab. Es kommt zur Zahnlockerung bis hin zum möglichen Zahnverust. Ein Zahnverlust verursacht nicht nur Lücken, sondern kann auch bestehenden Zahnersatz unbrauchbar machen und die Kaufähigkeit stark einschränken. Parodontitis entsteht durch mangelnde Mundhygiene, also spezielle Bakterien im Biofilm auf der Zahnoberfläche und in der Zahnfleischtasche. Sie sind der hauptlächliche Aulöser der individuellen körpereigenen Abwehrmechanismen, wobei eine Kaskade von zellulären Prozessen ausgelöst wird und den Knochenabbau verusacht. Parodontitits ist als eine sehr komplexe Erkrankung anzusehen.

Weitere Risikofaktoren sind:

  • Rauchen
  • Genetische Disposition
  • Systemische Erkrankungen (z.B. Diabetes M.)
  • Medikamenteneinnahme (z.B. Psychopharmaka)
  • Mentaler Stress
  • Falsche Ernährung
  • Überlastung des Zahnes

Die Folgen einer Nichtbehandlung einer Parodontitis können verherend sein: Zahnfleischrückgang, Zahnlockerung, Zahnverlust, Schädigung des Nachbarzahnknochens, Wurzelkaries und Mundgeruch sind nicht die einzigen Folgen. Erhebliche negative Auswirkungen auf den Diabetes, koronare Herzerkrankungen (Herzinfarkt) oder chronische Erkrankungen verschärfen die Wichtigkeit einer Therapie.

Behandlungsschritte

Was wir für Sie tun können

Zuerst findet eine Parodontitis-Vorbehandlung statt. In mehreren Sitzungen wird der Mundhygienestatus evaluiert, die Zähne gereinigt und Mundhygieneinstruktionen aufgestellt. Anschließend werden in lokaler Betäubung die Wurzeloberflächen unter dem Zahnfleischrand gereinigt. Dieses ist schmerzfrei. Man ist nach dem Nachlassen der Betäubung nicht beeinträchtigt, da nur in Sonderfällen das Zahnfleisch aufgeschnitten werden muss.

Resultat sichern

Was wir für Sie tun können

Da die Parodontitis in den meisten Fällen eine chronische Erkrankung ist, erfordert es eine lebenslange Betreuung. In Abhängigkiet des Schweregrades finden die Kontroll- und Reinigungstermine 2-4 mal jährlich statt. Besonders wichtig dabei ist die erneute Mundhygieneinstrukion und Motivation. Nur so ist es möglich die vorhandenen Zähne bzw. Den Zahnersatz lange Zeit zu erhalten.

Regenerative Therapie

Was wir für Sie tun können

In der oben beschriebenen Parodontitistherapie strebt man in erster Linie an den fortschreitenden Gewebeabbau zu verlangsamen oder anzuhalten. Bei der Regeneration wird eine Neubildung verloren gegangener Gewebe angestrebt.

Parodontitiden sind nicht alle geich. Sie lassen sich in underschiedliche Defektklassen einteilen. Einige bestimmte Defekte, welche durch Baktierien Gewebe wie den Kieferknochen, die Faserbündel und den Wurzelzement zerstört haben, lassen sich mit speziellen, innovativen Materialien und chirurgischen Techniken wiederherstellen. Stark vorgeschädigte Zähne können heirmit erhalten werden.

Mikrobielle Diagnostik

unkompliziert und schmerzfrei

Im Mund befinden sich hnderte verschiedene Bakterien. Nur einige wenige davon verursachen die Parodontitits, in manchen Fällen davon eine agressive Form. Begleitend zur konventionellen Therapie ist es in seltenen Fällen notwendig ein Antibiotikum zu verabreichen und somit gezielt die Bakterien zu entfernen. Das mikrobielle Nachweisverfahren ist sehr unkompliziert und schmerzfrei durchzuführen. Ein molekularbiologisches Labor untersucht die Probe, ermittelt die Erreger und bestimmt das erforderliche Antibiotikum.